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Volksschule Bach (1757-2007)
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Seit 1757 wird in Bach Schulunterricht abgehalten.
Eine Errungenschaft der Schulreform Kaiserin Maria Theresias ist hier umgesetzt worden, die den Schulunterricht verpflichtend für alle Kinder vorsah.

Bildung erhält in unserer Zeit immer größere Bedeutung. Sie ist das wertvollste Kapital, das wir unseren Kindern mitgeben können.
Anfangs war in Bach kein eigenes Schulgebäude vorhanden. Der Überlieferung nach wurde im “Schneider Häusl” (heute Haus Wieser, Bach 4) unterrichtet, allerdings unter äußerst schlechten hygienischen Bedingungen.

So hieß es in einem Bericht aus 1834: ” Bei dem alten Lehrzimmer, was durch Giftschwämme angesteckt war, kann man wohl sagen, dass die Kinder fast ebenso viel Gift als Wissenschaft in den Leib bekommen haben”. Im selben Jahr begann man mit dem ersten Schulbau, bestehend aus einer Klasse und einer Lehrerwohnung, welcher an der Stelle des heutigen Pfarrheims errichtet wurde.
1830 wurden in Bach 206 Kinder von einem Lehrer unterrichtet: die größeren vormittags 3 Stunden, die kleineren nachmittags 2 Stunden. Der Schulsprengel war damals größer als heute, er erstreckte sich bis Oberpilsbach, Pitzenberg und Ritzling.

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Die Bacher Schule genoss einen guten Ruf, sie wurde unter die “vorzüglichen Landschulen im Dekanat” eingereiht. Indirekt wird dies von Syndikus Prinz aus Schwanenstadt bestätigt, da er der Schwanenstädter Schule damals den Vorwurf machte, dass sie “tief unter die baurische Schule zu Bach” gesunken sei.
Das Schulhaus wurde 1895 erweitert und erhielt ein zweites Klassenzimmer. Ein neuer Schulbau wurde 1958 errichtet, der heutige Kindergarten, welcher sich bereits nach wenigen Jahren wiederum als zu klein erwies.

So wurde 1974 das heutige Volksschulgebäude erbaut. Daraus kann man ableiten, dass in Bach der Ausbildung unserer Kinder stets große Beachtung geschenkt wurde.
Die Bedeutung des Unterrichts reicht weit über die Wissensvermittlung hinaus; die Kinder lernen soziales Verhalten, schließlich sollen auch Wertvorstellungen – etwa im Religionsunterricht grundgelegt werden.
Schule und Kirche gehören in Bach eng zusammen. Die bereits vorhandene Schule gab um 1900 den Anlass zum Kirchenbau. Dieser wiederum führte 1941 zur Errichtung der Kooperator- Expositur mit einem eigenen Seelsorgesprengel.
Gegenwärtig werden Schülergottesdienste monatlich gefeiert. Diese sollen den Kindern helfen, einen persönlichen Zugang zum Glauben zu finden.

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Wir wünschen uns weiterhin eine so förderliche Zusammenarbeit zum gegenseitigen Nutzen. Mögen unsere Kinder unter dem besonderen Schutz unseres Kirchenpatrons – des göttlichen Kinderfreundes stehen, der sie in seine Arme geschlossen und ihnen einen besonderen Platz im Reich Gottes zugewiesen hat. Wenn Kindern ein Platz in der Mitte eingeräumt wird, so gereicht dies allen zum Nutzen.

Dem Lehrkörper an unserer Schule dürfen wir zum Jubiläum mit unserem Glückwunsch den aufrichtigen Dank für ihren persönlichen Einsatz aussprechen und weiterhin alles Gute für ihre Arbeit zum Wohle unserer Kinder wünschen.

Quellen: J. Kratschmer (Hg), Beschreibung der Pfarre Schwanenstadt, Wels
1890; Bamberger, Slappnicka (Hg),
Schwanenst. – Chronik, 1977; Schulakten im Dekanatsarchiv Schwanenst.
Heutige Volksschule Bach seit 1974 einen persönlichen Zugang zum Glauben zu finden.

Update: 5. Dezember 2017

Nachdem der Zahn der Zeit begonnen hatte, am neuen Schulgebäude zu nagen, wurde dieses in den Jahren 2000 und 2001 unter Bürgermeister Josef Fellner generalsaniert.

Gesellschaftliche Veränderungen führten dazu, dass auch in unserem kleinen Schulort Bach der Bedarf nach einer Betreuung der Kinder am Nachmittag immer größer wurde. Über lange Jahre konnten Kinder, deren Eltern auch nachmittags berufstätig sind, in der alterserweiterten Gruppe des Kindergartens betreut werden, doch im Jahr 2016 war die Warteliste bereits so lang, dass man sich um eine neue Lösung bemühen musste.

So wird unsere Schule seit Beginn des Schuljahres 2016/17 als ganztägige Schulform mit getrennter Abfolge von Unterrichts- und Betreuungsteil geführt. Die Kinder, die auch am Nachmittag in der Schule sind, werden von einer pädagogisch geschulten Freizeitbetreuerin begleitet. Nicht nur Sport und  Spiel stehen auf dem Programm, sondern es müssen auch täglich Lernzeiten absolviert werden, in denen die Kinder die Hausübung erledigen und das am Vormittag Gelernte vertiefen.

Für die Freizeitstunden wurde im Eingangsbereich des Schulhauses eigens ein wunderschöner, heller Raum eingerichtet, in dem sich die Kinder sehr gern aufhalten.

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